Geburtshaus von Walther von der VogelweideGeburtshaus von Walther von der Vogelweide

Unser Minnesänger Walther von der Vogelweide

Her Walther von der Vogelweide. swer des vergaess, der taet mir leide

Ob Walther von der Vogelweid’ an diesem Platz entsprungen,
das zu beweisen - bis zur Zeit ist niemandem gelungen.
Herr Walther von der Vogelweid’ war überall daheime,
wo Vogelfang, wo schöne Maid; das sagen seine Reime.
Drum läßt die Zweifel unberührt uns den Gelehrten schenken.
Wer einen Hauch von ihm verspürt, der darf hier sein gedenken.


Das Wappen der Gemeinde Lajen zeigt einen Vogel im Käfig. Dieser soll daran erinnern, dass der Minnesänger Walther von der Vogelweide um 1170 im Lajener Ried geboren sein soll. Diese Theorie stammt vom Passeirer Johann Haller (1825 - 1900). Er war Pfarrer in Lajen, wurde im Jahre 1890 Erzbischof von Salzburg und erhielt sogar die Kardinalswürde. Im Jahre 1867 veröffentlichte Haller einen Beitrag, in dem er den Vogelweider(hof) im Lajener Ried als Geburtsstätte des großen Minnesängers bezeichnete. Besonders eifriger Anhänger und Verfechter war in dieser Hinsicht der Tiroler Gelehrte, Sagen- und Heimatforscher Professor Ignaz Vinzenz Zingerle aus Innsbruck. Auf sein Betreiben wurde am 3. Oktober 1874 beim Innervogelweider im Lajener Ried oberhalb der Eingangstür eine Gedenktafel mit dem Spruch des Hugo von Trimberg angebracht: Her Walther von der Vogelweide, swer des vergaess, der taet mir leide. Natürlich wurde zu diesem Anlass auch ein Gästebuch für die vielen Besucher gestiftet, in das man heute noch Einblick nehmen kann. Die Eintragungen sind ohne Zweifel ein Stück Lajener Kulturgeschichte. Der “Waltherkult” der damaligen Zeit blieb natürlich nicht nur auf Lajen und auf die Vogelweide beschränkt. Zingerle erwarb nämlich im Jahre 1880 das Schloss Summersberg im nahen Gufidaun. Dieser Edelsitz wurde bald zu einem wahren Mekka für Germanisten und Sprachwissenschaftler. Aber auch das kleine Klausen wurde berühmt. Den Gelehrten und Dichtern der ersten Jahre folgte nämlich eine immer größere Zahl von Malern und Künstlern. Schließlich wurde in Bozen am 15. September 1889 das Walther - Denkmal enthüllt. Nicht weniger als 8000 Personen wohnten diesem Ereignis bei. Ob der Anspruch Lajens, die Heimat Walthers zu sein, berechtigt ist oder nicht,  endgültige Beweise zu liefern, wird nach so vielen Jahrhunderten wohl niemandem mehr gelingen. Die “Lajener” - Theorie ist aber eine der populärsten geworden und hat die letzten hundert Jahre der Lajener Vergangenheit ganz entscheidend mitgeprägt. Ich möchte das Kapitel mit einer Eintragung im Gästebuch beim Vogelweider (entnommen aus dem Gemeindebuch Lajen) schließen. Ob Walther von der Vogelweid’ an diesem Platz entsprungen, das zu beweisen - bis zur Zeit ist niemandem gelungen. Herr Walther von der Vogelweid’ war überall daheime, wo Vogelfang, wo schöne Maid; das sagen seine Reime. Drum läßt die Zweifel unberührt uns den Gelehrten schenken. Wer einen Hauch von ihm verspürt, der darf hier sein gedenken.
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