Heilig-Kreuz-Kirchlein auf der RaschötzHeilig-Kreuz-Kirchlein auf der Raschötz

Hexengeschichten und Volksüberlieferungen

Rund um Lajen

Wie in vielen Teilen Südtirols sind auch in Lajen einige Hexengeschichten entstanden. Bei den Hexen soll es sich um eine bereits vorchristliche Kultorganisation handeln, die im Mittelalter ihren Höhepunkt hatte. Obwohl es auch Geschichten über Hexenmeister gibt, handeln die Erzählungen meist von Frauen und Mädchen.

Die Jagerhexe:
Die Jager Kathl war in Lajen als Hexe verschrien. Als sie eines Sommertages einem Bauern half, Weizen zu schneiden, kam von den Thorwänden her in Hagelwetter angebraust. Alle Leute flüchteten ins Haus. Nur die Kathl blieb draußen und als vom Kirchturm her der „Wetterstroach“ zu hören war, begann sie einen Tanz aufzuführen, wie man einen solchen in Lajen nie gesehen hatte. Als sich endlich das Gewitter verzog und die Glocke schwieg, war die Kathl – die während des ganzen Regens draußen war – „broat truckn“ (trocken wie Hartbrot) und es schien, als hätte ihr der wilde Tanz gar nichts angetan. (nach Anna Pfalzer)



Außer an den Hexengeschichten ist Lajen auch reich an anderen überlieferten Geschichten über die verschiedensten Themen. Einige der Geschichten erklären auch die Herkunft einiger bestimmten Orte in Lajen, so wie die folgende Überlieferung.

Ochsentritt auf Tschann:
Auf einem Pflasterstein am Weg von Lajen zum Kirchlein auf der Alm Raschötz ist deutlich der Abdruck eines Trittes zu sehen, der vom Ochsen rührt, auf dem Christus auf die Alm geritten ist. Andere meinen, die Spur sei von einem Ochsen eingetreten worden, wobei sich der Stein erweichte und so dem Zugtier besseren Halt bot. (nach Ernst Tröbinger)
Sage noch so wunderbar,
Dichterkönnen macht sie wahr!


Johann Wolfgang von Goethe
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